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Die Religionen

Die Thora (1.-5. Buch Mose) gilt als goettlich inspiriertes Gesetz des juedischen Glaubens und Lebens. Die Tora (von hebräisch תּוֹרָה ‚Gebot‘, ‚Weisung‘, ‚Belehrung‘, von jarah ‚unterweisen‘) ist der erste Teil des Tanach, der hebräischen Bibel. Sie besteht aus fünf Büchern, weshalb sie im Judentum auch chamischa chumsche tora ‚Die fünf Fünftel der Tora‘ genannt wird. Die griechische Bezeichnung ist Pentateuch (Πεντάτευχος). In den deutschen christlichen Bibelübersetzungen sind dies die fünf Bücher Mose.

Tanach oder Tenach bezeichnet im Judentum die Bibeltexte, die als normativ (lat. „Maß, Richtschnur, Regel, Gesetz“) für die eigene Religion gelten. Der Tanach besteht aus den drei Teilen Tora („Weisung“), Nevi’im („Propheten“) und Ketuvim („Schriften“). Sie enthalten insgesamt 24 in hebräischer Sprache verfasste Bücher. Zwei davon enthalten einige aramäische Textpassagen. In neuerer Sekundärliteratur wird der Tanach oft als „jüdische“ oder „hebräische Bibel“ bezeichnet.

Das Christentum hat alle Bücher des Tanach übernommen und in etwas anderer Anordnung als sein Altes Testament kanonisiert.

Das religioese Leben
~ Regelmaessiges Studium der Thora; ~ taegliches Morgengebet; ~ Beschneidung der maennlichen Kinder am 8. Tag nach der Geburt; ~ Einhaltung des
Sabbatgebotes (am Samstag ruht die Arbeit); ~ koscher leben (Einhaltung der Speisegesetze z.B. nur Fleisch von Tieren die gespaltene Hufe haben
und wiederkaeuen; ~ Mezuza (es soll ein kleiner Behaelter mit Thoratexten am Tuerpfosten eines jeden Hauses befestigt sein); Halten der juedischen Feiertage; ~ Besuch der Gottesdienste in der Synagoge.
Die juedischen Feiertage
~ Passah (Erinnerung an den Auszug aus Aegypten); ~ Jom Kippur (Versoehnungstag); ~ Chanukka (Lichterfest); ~ Sukkot (Laubhuettenfest) ~ Bar
mizwa und Bat mizwa (der 13. Geburtstag ist Einfuehrung der Jungen und Maedchen zur religioesen Muendigkeit).
Wichtige juedische Feste
Rosch ha-Schana (hebr.
ראש השנה Neujahrsfest, 1.–2. Tischri)
Jom Kippur (hebr.
יום כיפור Versoehnungstag, 10. Tischri)
Sukkot (hebr.
סוכות Laubhuettenfest, 15.–23. Tischri)
Hoschana Rabba (der siebte Festtag, 21. Tischri)
Schmini Azeret (hebr.
שמיני עצרת der achte Festtag, 22. Tischri)
Simchat Tora (hebr.
שמחת תורה Torafreude, 23. Tischri)
Chanukka (hebr.
חנוכה Weihefest, 25. Kislew – 2. Tevet)
Tu biSchevat (hebr.
ראש השנה לאילנות Neujahrsfest der Baeume, 15. Schevat)
Purim (hebr.
פורים Fest der Lose, 14. oder 15. Adar)
Pessach (hebr.
פסח Überschreitung, 15.–22. Nisan, in Israel bis zum 21. Nisan[1])
Lag baOmer (hebr.
ל"ג בעומר dreiunddreißigster [Tag] der Omer[zeit], 18. Ijjar)
Schawuot (hebr.
שבועות Wochenfest, 6.–7. Siwan)
Tu B’Av (hebr.
ט׳ באב Trauertag zur Zerstoerung des Jerusalemer Tempels, 9. Aw)
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Andere Feiertage
Schabbat (
שבת wöchentlicher Ruhetag)
Brit Mila (
ברית מילה Beschneidung)
Bar Mizwa bzw. Bat Mizwa (
בר מיצוה bzw. בת מיצוה Religionsmündigkeit)
Rosch Chodesch (
ראש חודש monatlicher Tag der erscheinenden Mondsichel)
Die Glaubensgrundlagen
Das Judentum heute ist vor allem eine Religion der Praxis, weniger des Glaubens. Als einzigen religioesen Grundsatz gibt es den: Es gibt nur einen Gott. Verschiedene Zweigedes Judentums (es gibt das orthodoxe, konservative und reformierte Judentum) hegen unterschiedliche Lehrmeinungen zur Person Gottes oder zum Wesen des Menschen.
Die Gottesvorstellung
Der Gott der Juden (Jahwe) ist kein abstrakter Gott sondern einer, der sich in Raum und Zeit und in der Geschichte von Menschen bezeugt. In besonderer Weise seinem Volk.
Definition:
Das Judentum wird aus historischen Gruenden haeufig zu den Weltreligionen gerechnet, obwohl ihm nur circa 13,5 Millionen Menschen angehoeren (Vergleich: Christentum circa 2,3 Milliarden, Islam circa 1,4 Milliarden (?)). Das Christentum und der Islam berufen sich vielfach auf die Ueberlieferungen des Judentums. Das Judentum war hinsichtlich seiner Verbreitung, je nach Definition, die erste Weltreligion. Es hat seinen Ursprung in dem Bund, den Gott (Jahwe) mit Abraham schloss. Daraus verstehen sich seine Nachkommen als Gottes auserwaehltes Volk. Bestaetigt wird dieser Bund durch Mose, dem Ueberbringer des juedischen Gesetzes. Der Charakter des Judentums und der beiden anderen monotheisten Religionen sind voellig andere als unten dargestellte andere Religionen. Staerkstes Merkmal ist die Berufung auf ein oder mehrere  geschichtliche Ereignissevon Bedeutung. Dabei ist die Historie, dass diese berichteten Ereignisse tatsaechlich passiert sind, eine entscheidende Voraussetzung. Darum geht es gerade in diesen Religionen um eine intensive Auseinandersetzung mit der Wahrheit. Wer jedoch die monotheistischen Religionen verstehen will, muss ihre Geschichte sehr ernst nehmen.  Mehr als vierzig Prozent der Bibel bestehen aus Erzaehlungen, von denen etliche fuer den heutigen Menschen nicht mehr leicht zu verstehen sind. Die Geschichte des Volkes Israel beginnt mit einer Erzaehlung, nicht mit den zehn Geboten. Gott beruft Abraham (1 Mose 12) und verspricht ihm Nachkommen und Land. Das sind auch die beiden grossen Themen des Alten Testaments, besser der juedischen Bibel das erwaehlte Volk Israel , die Nachkommen Abrahams und das Land Israel, das Land, dass dem Abraham verheissen wurde. Bis zum Buch Josua geht es um die Frage, wie Israelin dieses Land hineinkommt, und dann auch darum, wie es darin bleiben kann oder warum Gott es wiederhinaustreibt. Auch wenn die Geschichte um das Land Israel eine der Grundlagen fuer den juedischen Glauben ist, geht es doch letztendlich um den Gott, der dieses Land austeilt. Grosse Teile der juedischen Bibel beschaeftigen sich mit dem Kampf Gottes um den Monotheismus. Mit der Zerstoerung Jerusalems und juedischen des Tempels (70 n.Ch.) fehlt dem Judentum die Mitte, der Ort der Begegnung mit Gott. Deshalb verlagerte sich die Versammlung der juedischen Gemeinde in die Synagogen, wo die Thora (die fuenf Buecher Mose), die Propheten und die uebrigen Schriften der hebraeischen Bibel gelesen und ausgelegt wurden. Das ist bis heute so geblieben. Jesus Christus, der von Sich behauptete, Sohn Gottes und der verheissene Messias (Retter) zu sein, wurde von der juedischen religioesen Obrigkeit nicht anerkannt. Sie hielten Seinen Anspruch fuer Gotteslaesterung und liessen Ihn durch die Roemer kreuzigten.
(Eine umfangreichere Umschreibung der Religion Judentum bei Wikipaedia ist nur bedingt zu empfehlen)

 
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