Der Hinduismus - Haeven-Up.de

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Die Religionen

Der Hinduismus entstand um 1500 v.Ch. in Indien aus einer Vielzahl von alten Religionen und Kulturen. Einen Religionsstifter gibt es nicht.
Die Schriften
- Die Veden sind die fruehesten Schriften (ab 1500 v.Ch.). Veda bedeutet Wissen. Sie enthalten hauptsaechlich Anweisungen fuer Priester.
- Die Upanishaden wurden spaeter geschrieben (ab 800 v.Ch.). Sie bilden die Grundlage der modernen hinduistischen Philosophie.
Die Kasten
Der Hinduismus ist keine missionarische Religion. Hindu kann man nur sein, wenn man aus einer der dreitausend Kasten stammt. Eine Kaste ist eine auf realer Verwandschaft basierende Gemeinschaft, in die der einzelne hineingeboren wird. Die meisten Kasten sind berufsorientiert.
Das religioese Leben
Das Wichtigste fuer den Hindu ist die Einhaltung der Ordnungen seiner Kaste (Pflichten u. Regeln). Seine Vorstellung von der Welt und dem Jenseits sind fuer seinen Glauben nicht wichtig. In der Praxis spielen magische Riten, Goetterverehrung, Opfer und Askese aber eine grosse Rolle. Der heiligste Fluss Indiens ist der Ganges. In seinem Wasser werden die Unreinen rein und auf der Pilgerreise gelten die Kastenunterschiede nicht. Als Orte der Anbetung dienen Tempel, Hausaltaere und rituelle Feste. Viele Abbilder werden als heilig verehrt. Yoga und Meditation sollen helfen, sich von „Samsara“ zu befreien.
Die Glaubensgrundlagen
Das Gesetz des Karma. Qualitaet und Charakter des naechsten Lebens haengen von den Taten des gegenwaertigen Lebens ab. Glaeubige tragen die volle Verantwortung fuer ihre veruebten Taten. Das Karma antscheidet, in welche Kaste oder ob man als Mensch, Tier oder Pflanze wiedergeboren wird.
Samsara-  (Reinkarnation) - Der unaufhoerliche Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Moksha - Die Befreiung vom ewigen Rad der Wiedergeburten. Um Erleuchtung zu erlangen, muss man sich von den Wuenschen des ICH's loesen.
Definition:
Im Hinduismus gibt es ueber drei Millionen Goetter. Die Hauptgoetter sind: ~ Brahman, der Erschaffer; ~ Vishnu, der Erhalter; ~ Shiva, der Zerstoerer. Bekannt ist Krishna, eine Inkarnation Vishnus.
Brahman (die kosmische Ordnung) gilt als das ewig unvergaenglich Absolute, die hoechste Realitaet. In dieser Ordnung spielt sich das Leben in einem grossen Kreislauf ab.  Das Ziel der Erleuchtung besteht in der Aufloesung des eigenen Selbst (=Atman) im Universalen (=Brahman). Der Mensch versucht dieses Ziel durch eigenes Bemuehen zu erreichen.
Der Hinduismus ist mit etwa 900 Millionen Anhaengern (etwa 13,26 % der Weltbevoelkerung) nach dem Christentum und dem Islam die drittgroesste Religion der Welt. Seinen Ursprung hat er in Indien. Anhaenger dieser Weltanschauung werden Hindus genannt. Genau genommen besteht der Hinduismus aus verschiedenen Religionen, die sich teilweise ueberlagern und gegenseitig beeinflussen, in sog. heiligen Schriften, Glaubenslehren, der Goetterwelt und Ritualen aber Unterschiede aufweisen. Die Bezeichnung Hinduismus ist erst relativ spaet entstanden. Anfangs war sie eine von aussen herangetragene Sammelbezeichnung fuer die Anhaenger verschiedener religioeser Richtungen auf dem indischen Subkontinent, die nicht Muslime, Christen, Juden, Buddhisten oder Jainas waren. Der Begriff entwickelte bald eine betraechtliche Eigendynamik und wurde in der ersten Haelfte des 19. Jahrhunderts unter Englischsprachigen zur Eigenbezeichnung. Mit der Entwicklung der Hindutva zeigte er sogar Ansaetze einer Ideologisierung. Die indische Verfassung definiert abweichend vom hier Gesagten den Hinduismus allerdings so, dass er auch Jainismus, Buddhismus und Sikhismus umfasst. Einige Indologen und Religionswissenschaftler, die nicht von einer einheitlichen Religion, sondern von verwandten Religionen sprechen, benutzen haeufig auch den Begriff Hindu-Traditionen anstatt Hinduismus. Jedoch verfuegen diese weder ueber ein gemeinsames Glaubensbekenntnis noch ueber eine zentrale Institution, die Autoritaet fuer alle Hindus haette. Die Lehren ueber spirituelle Belange und sogar die Gottesvorstellungen sind in den einzelnen Stroemungen sehr verschieden, auch die Ansichten ueber Leben, Tod und Erloesung (Moksha) stimmen nicht ueberein. Die meisten Glaeubigen gehen jedoch davon aus, dass Leben und Tod ein sich staendig wiederholender Kreislauf (Samsara) sind und glauben an eine Reinkarnation. Fuer den persoenlichen Glauben haben religioese Lehrer (Gurus) oft einen grossen Stellenwert. Nur einzelne Richtungen gehen auf einen bestimmten Gruender zurueck.
" Der Hinduismus hat keinen Stifter, keine Propheten, keine 'kirchliche' Organisation und kein Glaubensbekenntnis. Hinduismus ist mehr ein Weg zu leben als ein Weg des Denkens."
Der Hinduismus ist ca. 1500 v.Chr. in Indien bzw im heutigen Pakistan entstanden. Auch heute noch ist diese Religion unzertrennbar mit dem Land verbunden: "Hindu" bedeutet zunaechst nicht mehr als "Bewohner der Indus-Region". Der Indus ist einer der groessten Fluesse des alten Indiens, der heute in Pakistan fliesst.  Hindu wird man nicht durch eine Willensentscheidung fuer diese Religion, Hindu ist man durch Geburt. Religioese Hindus verstehen die Gesellschaft als eine Ordnung aus einem Kastensystem. Diese Kasten sind meist gleiche Berufsgruppen. Innerhalb dieser Gruppen wird geheiratet. Die Kinder dieser Kasten ergreifen wieder einen gleichen Beruf wie ihre Vaeter. Deshalb gehoert man nicht zu einer Kaste, indem man einen Beruf erlernt, sondern man muss den Beruf seiner Kaste ausueben. Ueber dreitausend Kasten gibt es in Indien, grob gegliedert in vier Gruppen (Priester; Soldaten und Koenige; Haendler und Bauern; Handwerker und Arbeiter). Wer sich an die Regeln seiner Kaste haelt und nicht jemanden aus einer anderen Kaste heiratet, wird in seinem naechsten Leben in einer hoeheren Kaste wiedergeboren. Wer schon zur hoechsten Kaste gehoert, wird statt einer Wiedergeburt die Erloesung erleben. Diese Erloesung ist vor allem eine Befreiung aus den staendigen Wiedergeburten. Fuer manche endet die Erloesung im Nichts, fuer andere im Paradies, fuer alle aber ist sie eine Befreiung vom Gesetz des Karma. Das Karma ist die Bilanz der schlechten und guten Taten eines Menschen. Das Ergebins entscheidet darueber, wie es im naechsten Leben weitergeht. Je besser das Karma, desto hoeher die Kaste, in die jemand wiedergeboren wird. Wenn das Karma schlecht ist, sinkt ein Hinu in den Kasten - er wird "weiter unten" wiedergeboren, unter Umstaenden sogar als Tier. Deshalb stellen fuer einen Hindu die Armut und das Elend der niederen Kasten die Reichen nicht in Frage: "Die Armen haben sich siese Armut "selber verdient", sie buessen ihre gerechte Strafe. Wer ihnen dieses Schicksal nehmen moechte, verhindert, dass sie sich wieder ein gutes Karma erarbeiten bzw. erleiden. So ist fuer fromme Hindus die Naechstenliebe der Christen ein sehr fragliches Unternehmen. Unter Umstaenden verschlechtert die medizienische Hilfe das Karma des Patienten. Im naechsten Leben gereicht ihm das als Nachteil, und er entfernt sich vom Ziel der entgueltigen Erloesung. Auch wenn das Kastensystem von der indischen Regierung verboten ist, wird es gerade in laendlichen Gebieten noch genau beachtet. Wer nicht in eine Kaste hineingeboren wird, ist kastenlos und damit Buerger der untersten Gesellschaftsschicht. Jeder Mensch wird wiedergeboren. Die Wiedergeburt ist die Gefangenschaft des Menschen in diesem Leben. Was ihn aber eigentlich haelt ist sein Versagen, sind seine schlechten Taten, die verhindern, dass er zu schnell oder ueberhaupt im Kastensystem aufsteigt. Im Gegensatz zu den Schriften der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam, spielt die Geschichtlichkeit und Zuverlaessigkeit der hinduistischen heiligen Schriften keine grosse Rolle. Ein Hindu kann durchaus auch Atheist sein oder Monotheist, weil sein Glaube an einen Gott eine weitaus geringere Rolle spielt als sein Glaube an "samsara" (Wiedergeburten) und "karma". Diese untergeordnete Rolle der Dogmatik spiegelt sich im Alltag wieder: In Suedindien ist das Toeten von Tieren und Essen von Fleisch tabu, In Nordindien opfert man Tiere und isst ihr Fleisch. Hinduismus und Buddhismus gleichen sich in ihrem Versuch, die Losloesung vom eigen Ego - vom Ich - zu erreichen. In einer Auspraegung des philosophischen Hinduismus verpflichten sich die Mitglieder, ihr Leben in einem bestimmten Alter durch ein Todesfasten zu beenden. In der tantrischen Auspraegung des Hinduismus wird vor allem ueber magische Riten die Gunst der Goetter und Geister erbeten. Obwohl der eigentliche Hinduismus dem westlichen Menschen relativ fremd und unzugaenglich bleibt, gibt es ueber "Esoterik und New Age" eine Vielzahl von Gedanken und Ideen, die im Westen Einfluss nehmen. Der unstillbare Hunger der westlichen Menschen nach einem Leben, das nie aufhoert, scheint die Bereitschaft zu erhoehen, an eine Kette von Wiedergeburten zu glauben.
(Eine umfangreiche Umschreibung der Religion bei Wikipedia)

 
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