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Biblische Grundlagen > Gewissheit - Sicherheit
A.) Die arminianische Sicht von Heilssicherheit

"Bis zu fünfundachtzig Bibelstellen werden von den Vertretern der arminianischen Sichtweise genannt, die belegen sollen, daß das ewige Leben auch wieder verloren gehen kann."
Die wichtigsten
davon möchten wir hier nennen: Mt 5,13; 6,23; 7,16-19; 13,1-8; 18,23-35; 24,4-5.11-13.23-26; 25,1-13 ; Lk 8,11-15; 11,24-28; 12,42-4 ; Joh 6,66-71; 8,31-32.51; 13,8; 15,1-6 ; Apg 5,32; 11,21-23; 13,43; 14,21-22 ; Röm 6,11-23; 8,12-17; 11,20-22; 14,15-2 ; 1Kor 9,23-27; 10,1-21; 11,29-32; 15,1-2 ; 2Kor 1,24; 11,2-4; 12,21 - 13,5 ; Gal 2,12-16; 3,4 - 4,1; 5,1-4;

Die Beschäftigung mit diesen Bibelstellen wirft einige wichtige Fragen auf.

1. "Die wahrscheinlich wichtigste Frage, die sich einem Bibelausleger zu diesem Thema stellt, ist die Frage, wer ein wahrer Gläubiger ist."
Viele, die sich gegen die Heilssicherheit wenden, tun dies aufgrund der Tatsache, daß ein Mensch intellektuell glauben kann, ohne tatsächlich errettet zu sein. Anhänger der Heilssicherheit stimmen darin überein, daß ein
Mensch eine oberflächliche Bekehrung oder eine äußere Veränderung in seinem Leben erfahren kann, daß er nach außen hin Christus annehmen, sich einer Gemeinde anschließen oder sich taufen lassen kann, ohne wirklich errettet und in Christus zu sein. Zwar ist es unmöglich, bestimmte verbindliche Regeln aufzustellen, wie man einen erretteten Menschen von einem nicht erretteten unterscheiden kann, doch für Gott ist dies keine Frage. Jeder Gläubige muß zuerst sicher sein, daß er Christus als Retter wirklich angenommen hat. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, sich klarzumachen, daß Christus anzunehmen ein Willensakt ist, wobei auch ein Wissen um den Weg zum Heil und gewisse Gefühle eine Rolle spielen können. Die wesentliche Frage ist jedoch: "Habe ich wirklich Jesus Christus im Glauben als meinen persönlichen Retter angenommen?" Bevor diese Frage nicht ehrlich beantwortet ist, kann es natürlich keine Heilssicherheit und keine Heilsgewißheit geben. Viele, die die Heilssicherheit verneinen, sagen eigentlich nur, daß oberflächlicher Glaube nicht retten kann. Die Anhänger der Heilssicherheit stimmen in diesem Punkt überein. Die eigentliche Frage ist, ob ein Mensch, der tatsächlich errettet ist und das ewige Leben empfangen hat, dieses auch wieder verlieren kann.

2. "Viele der von den Gegnern der Heilssicherheit angeführten Bibelstellen handeln von Werken des Menschen oder von äußeren Beweisen der Errettung."
Ein wirklich erretteter Mensch sollte sein neues Leben in Christus sowohl in seinem Charakter als auch in
seinen Werken sichtbar machen. Einen Menschen nach seinen Werken zu beurteilen, kann jedoch auch irreführend sein, da manchmal Nichtchristen ein Leben führen können, das einigermaßen mit den moralischen Maßstäben eines Christenlebens übereinstimmt, während echte Christen manchmal in Fleischlichkeit und Sünde fallen können und sich von den Unerretteten nicht mehr unterscheiden. Alle stimmen darin überein, daß eine rein moralische Besserung, wie in Lk 11,24-26 erwähnt, keine echte Errettung ist, und daß die Rückwendung zum früheren Leben nicht gleichbedeutend mit dem Verlust der Errettung ist.

Mehrere Bibelstellen beschäftigen sich auch mit der wichtigen Tatsache, daß das christliche Bekenntnis in der Frucht des Geistes sichtbar wird. Die Errettung, die von Gott kommt, wird sich unter normalen Bedingungen durch die Frucht beweisen, die durch sie entsteht (Joh 8,31; 15,6; 1Kor 15,1-2; Hebr 3,6-14; Jak 2,14-2; 2Petr 1,10;
1Jo 3,1). Jedoch zeigt sich nicht bei allen Christen zu jeder Zeit diese Frucht der Errettung. Folglich beeinflussen alle Stellen, die sich mit den sichtbaren Zeichen der Errettung in Werken beschäftigen, nicht notwendigerweise die
Lehre von der Heilssicherheit des Gläubigen, denn dabei geht es um eine objektive Tatsache, nämlich ob Gott selbst einen Menschen als getettet betrachtet.

3. "Viele Bibelstellen, die im Zusammenhang mit der Theorie zitiert werden, dass ein Glaeubiger das Heil auch wieder verlieren kann, sind Warnungen gegen jede Art von oberflaechlichen Glaubens an Christus". Juden werden im Neuen Testament gewarnt, sich Christus zuzuwenden oder verloren zu gehen, weil ihre Opfer nicht mehr angenommen werden (Heb 10,26). Gleichermassen werden unglaeubige Juden und Heiden ermahnt, nicht von dem erleuchtenden und bekehrenden Werk des Geistes abzufallen (Heb 6,4-9). Ungeistliche Juden werden gewarnt, im kommenden Reich nicht angenommen zu werden (Mt 25,1-13). Die Heiden als Menschengruppe im Gegensatz zum Volk Israel werden vor der Gefahr gewarnt, dass sie durch Unglauben ihre Stellung im gegenwaertigen Zeitalter verlieren koennen (Roem 11,21) - Viele maechtige Weltreiche (z.B. Babylonien, Giechenland, Italien, Spanien, Portugal, England usw) sind wieder zerfallen.

4. "Einige Stellen beziehen sich auf die Belohnung und nicht auf die Frage des Heils."
Ein Mensch der errettet und sicher in Christus ist, kann seine Belohnung verlieren (1Kor 3,15; Kol 1,21-23) und wegen seines Dienstes fuer Christus getadelt werden (1Kor 9,27).

5. "Ein echter Christ kann aufgrund von Suende auch seine Gemeinschaft mit Gott (1Joh 1,6) verlieren"
und einige der gegenwaertigen Segnungen des Erloestseins, zum Beispiel die Frucht des Geistes (Gal 5,22-23) und die Zufriedenheit, die durch einen wirksamen Dienst fuer Christus entsteht.

6. "Ein echter Christ kann aufgrund seiner Widerspenstigkeit von Gott gezuechtigt oder gestraft werden"
wie ein Kind", das von seinem Vater gezuechtigt wird (Joh 15,2; 1Kor 11, 29-32; 1Joh 5,16), sogar bis hin zum koerperlichen Tod. Eine solche Zuechtigung ist jedoch kein Beweis fuer einen Verlust des Heils, im Gegenteil kann es vielmehr ein Beweis dafuer sein, dass der betreffende Mensch ein Kind Gottes ist weil der himmlische Vater sich um ihn kuemmert.

7. "Nach der Schrift kann ein Glaeubiger 'aus der Gnade fallen'." (Gal 5,1-4)
Wenn diese Stelle richtig ausgelegt wird, besagt sie nicht, dass ein Christ das ewige Leben verliert, sondern dass er den Anforderungen der Gnade nicht mehr genuegt und die Freiheit verliert, die er in Christus hat, indem er in die Gesetzlichkeit zurueckfaellt. Er faellt somit aus einem Lebenswandel heraus, nicht aus einem Werk der Errettung.

8. "Viele Schwierigkeiten ergeben sich bei Stellen, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, vor allem bei Bibelstellen, die sich auf ein anderes Heilszeitalter beziehen".
Das Alte Testament macht keine klare Aussage bezueglich der Heilssicherheit, obwohl auf der Basis der Lehren des Neuen Testaments angenommen werden kann, dass ein alttestamentlicher Heiliger, der wirklich von neuem geboren war, genauso errettet ist wie ein Glaeubiger des gegenwaertigen Zeitalters. Bibelstellen, die sich auf ein vergangenes oder zukuenftiges Zeitalter beziehen, muessen jedoch im Kontext ausgelegt werden, zum Beispiel Hes. 33,7-8 und andere wichtige Schriftstellen wie 5Mo 28, die sich mit dem Segen und Fluch auf Israel augrund von Ungehorsam und Gehorsam dem Gesetz gegenueber beziehen. Andere Stellen beziehen sich auf falsche oder nicht von neuem geborene Lehrer der letzten Tage (1Tim 4,1-2; 2Petr 2,1-22; Jud 1,17-19), die niemals wiklich errettet waren, obwohl sie vorgaben, Christen zu sein.

9. "Einige Bibelstellen werden als Beleg dafuer angefuehrt, dass das Heil auch wieder verloren gehen kann".
Sie werden ganz einfach falsch ausgelegt, z.B. Mt 24,13: "Wer aber ausherrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden." Diese Stelle bezieht sich nicht auf die Errettung von Schuld oder dre Macht der Suende, sondern auf die Befreiung von Feinden und Verfolgung. Der Vers spricht jenen Ausharren zu, die die grosse Drangsal ueberleben und duch Jesus Christus bei seiner Wiederkunft errettet werden. Die Bibel lehrt ganz klar, dass etliche Glaeubige vor der Wiederkunft Christi als Maertyrer sterben und nicht erdulden oder ueberleben werden, bis Christus wiederkommt (Off 7,14). Diese Stelle zeigt, wie Verse faelschlicherweise auf die Frage der Heilssicherheit oder des Verlustes des Heils angewendet werden koennen.

10. "Die letztgueltige Antwort auf dieses Problem beruht auf der Frage, wer das Werk der Errettung tut." Die Vorstellung, dass ein Glaeubiger ein fuer allemal errettet ist, gruendet sich auf die Tatsache, dass die Errettung das Werk Gottes ist, es beruht nicht auf irgendeinem Verdienst des Glaeubigen und wird auch nicht durch eine Bemuehung des Glaeubigen aufrecht erhalten. Wenn der Mensch die Errettung bewirken wuerde, ist sie unsicher. Wenn sie aber ein Werk Gottes ist, ist sie absolut sicher.

Die verlaessliche biblische Grundlage fuer den Glauben, dass ein einmal erretteter Mensch fuer immer errettet ist, wird von mindestens zwoelf wichtigen Argumenten oder Werken Gottes untermauert. Vier dieser Werke werden vom Vater, vier vom Sohn und vier vom Heiligen Geist gewirkt.

B. Das Werk des Vaters in der Errettung

1. "Die Schrift offenbart die souveräne, nicht an Bedingungen geknuepfte Verheißung Gottes, die jedem ewige Errettung verspricht, der an Christus glaubt"
(Joh 3,16; 5,24; 6,37). Offensichtlich kann Gott auch halten, was Er verspricht, und Seine unveraenderliche Absicht wird in Roem 8,29-30 geoffenbart.

2. "Die unendliche Kraft Gottes kann auf ewig erretten und erhalten" (Joh 10,29; Röem 4,21; 8,31.38-39; 14,4; Eph 1,19-21; 3,20; Phil 3,2; 2Tim 1,12; Hebr 7,2; Jud 1,24).
Gott ist nicht nur treu, daß Er Seine Verheißungen erfuellt, sondern Er hat die Macht, alles zu tun, was Er moechte. Die Schrift zeigt, daß die Errettung aller, die an Christus glauben, Sein Wille ist.

3. "Die unendliche Liebe Gottes ist nicht nur bestimmend für Gottes ewigen Plan, sie ist auch die Garantie dafuer, daß Sein Plan erfuellt wird" (Joh 3,16; Roem 5,7-1; Eph 1,4).
In Roem 5,8-11 wird gesagt, daß die Liebe Gottes für die Erretteten groeßer ist als Seine Liebe für die Verlorenen, und dies gibt den Erretteten Heilssicherheit. Das Argument ist ganz einfach: Wenn Er die Menschen so liebt, daß Er Seinen Sohn gegeben hat, damit Er für die "Suender" und "Feinde" stirbt, wird Er sie noch viel mehr lieben, wenn sie durch Seine erloesende Gnade gerechtfertigt und mit Ihm versoehnt sind. Die alles übersteigende Liebe Gottes zu jenen, die Er durch ein so großes Opfer erlöst hat, gibt uns die Gewißheit, daß Er niemals zulassen wird, daß sie aus Seiner Hand gerissen werden (Joh 10,28-32). Die Verheißung des Vaters, die unendliche Macht des Vaters und die unendliche Liebe des Vaters machen es einem Menschen, der sich einmal Gott, dem Vater, durch den Glauben an Jesus Christus ausgeliefert hat, unmöglich, das Heil zu verlieren, das Gott in seinem Leben gewirkt hat.

4. "Die Gerechtigkeit Gottes gibt denen Heilssicherheit, die auf Christus vertraut haben"
weil die Ansprueche der Gerechtigkeit Gottes durch den Tod Christi für die Suenden der ganzen Welt vollkommen abgegolten sind (1Jo 2,2). Die Vergebung der Suenden und die Zusicherung ewiger Errettung erfolgt nach vollkommen gerechten Maßstaeben. Gott errettet den Suender nicht aus Nachsicht, sondern Seine Suendenvergebung ist vollkommen gerechtfertigt, nicht nur bei den Glaeubigen des Alten Testaments, die vor dem Kreuz Christi lebten, sondern auch für alle, die nachher leben (Roem 3,25-26). Folglich kann die Heilssicherheit des Glaeubigen nicht angezweifelt werden, ohne daß man gleichzeitig die Gerechtigkeit Gottes in Zweifel zieht. Die Treue Gottes Seinen Verheißungen gegenueber, Seine unendliche Macht, Seine unendliche Liebe und Seine unendliche Gerechtigkeit geben dem Glaeubigen Heilssicherheit.

C. Das Werk des Sohnes

1. "Der stellvertretende Tod Christi am Kreuz ist die Garantie für die Sicherheit des Gläubigen."
Der Tod Christi ist eine ausreichende Antwort auf die verdammende Macht der Suende (Roem 8,34). Wenn behauptet wird, der Errettete koennte auch wieder verloren gehen, basiert diese Behauptung gewoehnlich auf Annahme einer möglichen Suende. Dies wiederum wuerde bedeuten, daß Christus nicht alle Suenden getragen haette, die ein Glaeubiger jemals begehen wird, und daß Gott, nachdem Er einen Suender errettet hat, spaeter enttaeuscht und ueberrascht werden koennte von einer unerwarteten Suende. Gott ist jedoch allwissend. Er kennt im voraus jede Suende und jeden geheimen Gedanken, der jemals das Leben Seines Kindes verfinstern wird, und auch für jene Suenden ist das Opferblut Christi vergossen worden. Durch dieses Blut ist Gott versoehnt worden (1Jo 2,2). Aufgrund dieses Blutes, das sowohl für die Suenden der Erretteten wie für die der Verlorenen vergossen worden ist, kann Gott Seine rettende Gnade weiterhin denen erweisen, die sie nicht verdient haben, so wie Er sie erretten konnte. Er bewahrt sie auf ewig; nicht allein um ihretwillen, sondern um Seiner Liebe und Gnade willen (Roem 5,8; Eph 2,7-10). Weil die Errettung und Bewahrung nur von dem Opfer und dem Verdienst Christi abhaengig sind, ist alle Verdammnis auf ewig weggetan (Joh 3,18; 5,24; Roem 8,1; 1Kor 11,31-32).

2. "Die Auferstehung Christi als Gottes Siegel auf seinen Tod"
sichert dem Glaeubigen die Auferstehung und das Leben zu (Joh 3,16; 10,2; Eph 2,6). Zwei wichtige Punkte im Zusammenhang mit der Auferstehung Christi geben dem Glaeubigen Heilssicherheit. Das Geschenk Gottes ist ewiges Leben (Roem 6,23), und dieses Leben ist das Auferstehungsleben Christi (Kol 2,12; 3,1). Dieses Leben ist ewig, wie Christus ewig ist, und es kann genauso wenig aufgeloest oder zerstoert werden, wie Christus aufgeloest oder zerstoert werden kann. In der Auferstehung Christi wird ein Kind Gottes durch die Taufe mit dem Geist und den Empfang des ewigen Lebens Teil der neuen Schoepfung. Als ein souveraen bestimmter Gegenstand des Schoepfungswerkes Gottes kann das Wesen den Schoepfungsakt nicht wieder rueckgaengig machen, und weil der Glaeubige in Christus als dem letzten Adam ist, kann er nicht fallen, weil Christus nicht fallen koennte. Zwar wird ein Christ immer wieder versagen, doch dies beeintraechtigt nicht seine Stellung in Christus, die eine heilige ist aufgrund der Gnade Gottes und dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi.

3. "Das Werk Christi als unser Fürsprecher im Himmel schenkt uns Heilssicherheit
(Roem 8,34; Hebr 9,2; 1Jo 2,1). Als Fürsprecher oder legaler Vertreter des Glaeubigen macht Er Sein Werk am Kreuz als Suehnung oder Zufriedenstellung aller Forderungen Gottes an den Suender geltend und versoehnt ihn mit Gott. Da das Werk Christi vollkommen ist, kann der Glaeubige in der Sicherheit des vollkommenen Werkes Christi ruhen, das dargestellt wird durch Jesus Christus als Fuersprecher des Glaeubigen im Himmel.

4. "Das Werk Christi als unser Fürbitter ergänzt und bestätigt Sein Werk als unser Fuersprecher"
(Joh 17,1-26; Roem 8,34; Heb 7,23-25). Der Dienst Christi in der Herrlichkeit hat zu tun mit der Heilssicherheit der Erretteten auf der Erde. Unser Herr Jesus bittet fuer uns und handelt als Rechtsbeistand fuer uns. Als Fuerbitter hat Jesus die Schwachheiten, die Unwissenheiten und Unreife der Glaeubigen im Blick - Dinge, die nichts mit Schuld zu tun haben. In diesem Dienst betet Christus nicht nur fuer uns, die wir in der Welt sind an jedem Punkt, wo wir es beduerfen (Lk 22,31-32; Joh 17,9.15.20; Roem 8,34) sondern seiner wirksamen und unwandelbaren Priesterschaft garantiert er, dass wir auch auf ewig bewahrt werden (Joh 14,19; Roem 5,10; Heb 7,25). Das gesamte Werk Christi in seinem Tod, seiner Auferstehung, seinem Dienst als Fuersprecher und Fuerbitter im Himmel gibt dem Christen absolute Heilssicherheit. Weil die Errrettung ein Werk Gottes fuer den Menschen und nicht ein Werk des Menschen fuer Gott ist, ist sein Ausgang abgesichert, und die Verheissung in Johannes 5,24, dass der Glaeubige nicht ins Gericht kommt, wird sich ganz bestimmt erfuellen.

D. Das Werk des Heiligen Geistes

1. "Das Werk der Erneuerung oder Wiedergeburt",
worin der Glaeubige am goettlichen Wesen teilhat, ist ein nicht wieder rueckgaengig zu machender Vorgang und das Werk Gottes (Joh 1,13; 3,3-6; Tit 3,4-6; 1Petr 1,23; 2Petr 1,4; 1Jo 3,9). So wie der Schoepfungsakt nicht wieder rueckgaengig zu machen ist, kann auch die Neugeburt nicht rueckgaengig gemacht werden. Wenn dies durch Gott und nicht von Menschen gewirkt ist und auf dem Prinzip der Gnade beruht, gibt es keinen Grund anzunehmen, daß es nicht auf ewig bleiben sollte.

2. "Die innewohnende Gegenwart des Heiligen Geistes ist in diesem Heilszeitalter der bleibende Besitz des Gläubigen" (Joh 7,37-3; Röm 5,5; 8,9; 1Kor 2,12; 6,19; 1Jo 2,27).
In den Zeitaltern vor dem Pfingsttag wohnte der Geist nicht in allen wahren Glaeubigen, obwohl auch sie Heilssicherheit hatten; doch im gegenwaertigen Zeitalter ist die Tatsache, daß der Koerper eines Glaeubigen, obwohl suendig und verderbt, der Tempel Gottes ist, ein weiterer bestaetigender Beweis für die unabaenderliche Absicht Gottes, das Werk zu vollenden, das Er mit der Errettung des Glaeubigen begonnen hat. Waehrend der Geist durch nicht bekannte Suenden betruebt (Eph 4,3) und ausgeloescht werden kann in dem Sinne, daß der Glaeubige Ihm widersteht (1Thes 5,19), wird nirgendwo gesagt, daß ein Christ deswegen sein Heil verliert. Vielmehr ist seine Errettung und die Gegenwart des Heiligen Geistes in seinem Herzen die Grundlage für den Aufruf zur Rueckkehr zu einem Wandel in der Gemeinschaft und der Uebereinstimmung mit dem Willen Gottes.

3. "Das Werk des Geistes in der Taufe, durch die der Gläubige auf ewig mit Christus und dem Leib Christi verbunden wird, ist ein weiterer Beweis für die Heilssicherheit."
Durch die Taufe wird der Glaeubige mit dem Leib verbunden, dessen Haupt der Christus ist (1Kor 6,17; 12,13; Gal 3,27), und darum heißt es, er ist in Christus. In Christus sein ist eine lebendige und bleibende Verbindung. In dieser Gemeinschaft sind die alten Dinge - in bezug auf die Stellung und Beziehung, die vielleicht die Grundlage des Gerichtes waeren - vergangen, und alle Stellungen und Beziehungen sind neu geworden und sind von Gott (2Kor 5,17.18). Da das Kind Gottes für immer angenommen ist "in dem Geliebten", ist es ebenso sicher wie Er, in dem er ist und in dem er steht.

4. "Die Gegenwart des Heiligen Geistes in dem Gläubigen wird das Siegel Gottes genannt",
das auf ihm sein wird bis zum Tag der Errettung, dem Tag der Verwandlung oder Auferstehung der Gläubigen (2Kor 1,22; Eph 1,13-14; 4,30). Da diese Versiegelung mit dem Heiligen Geist ein Werk Gottes ist und die Sicherheit des Menschen symbolisiert, der auf diese Weise versiegelt worden ist, bis Gott Seinen Plan vollendet und ihn fleckenlos im Himmel darstellt, ist sie ein weiterer Beweis dafür, daß ein Glaeubiger, der einmal errettet wurde, auf ewig errettet ist. Insgesamt gesehen beruht die Heilssicherheit auf dem Wesen der Errettung. Sie ist ein Werk Gottes, nicht ein Werk des Menschen. Sie beruht auf der Macht und Treue Gottes, nicht auf der Kraft und Treue des Menschen. Wenn die Errettung durch Werke geschaehe oder eine Belohnung für den Glauben als ein gutes Werk waere, wuerde die Sicherheit des menschen in Frage gestellt. Doch da sie vielmehr auf der Gnade beruht und auf der Verheissung und dem Wirken Gottes, kann der Glaeubige seiner Errettung sicher sein und mit Paulus sagen " ich in guter Zuversicht bin, dass der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi (Phil 1,6). Aus diesen umfassenden Beweisen kann also geschlossen werden, dass Gott seine ewigen Absichten bezueglich der Bewahrung derer, die sein Eigentum sind, nicht aendern wird. Zu diesem Zweck hat er jedes nur moegliche Hindernis beseitigt. Die Suende, die uns normalerweise von ihm getrennt haette, ist von einem Stellvertreter getragen worden, der vor dem Thron Gottes fuer uns spricht. Der Wille der Glaeuubigen steht unter Gottes Herrschaft (Phil 2,13), und jede Pruefung wird durch die unendliche Gnade und Weisheit Gottes abgemildert (1Kor 10,13).

In diesem Abschnitt wurde zwar dem ueblichen Sprachgebrauch entsprochen und zwischen Errettung und Bewahrung als verschiedene Werke Gottes. Wir wollen aber deutlich betonen, dass die Heilige Schrift eine solche Unterscheidung nicht kennt. Nach der Schrift gibt es naemlich nur eine Errettung unter der Gnade, die unendlich vollkommen ist und ewig bleibt.
 
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