Die Wahrheit - Haeven-Up.de

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Biblische Grundlagen > Die Bibel lehrt

In der Philosophie wird ueber die „Wahrheit“ diskutiert. Die Heilige Schrift, die Bibel, hat das nicht noetig. „Die Wahrheit“ ist in der Bibel an eine Person gebunden. Deshalb wird auch die Frage des Pilatus an Jesus Christus: „Was ist Wahrheit!“ in ihrer  tiefen Unwahrhaftigkeit direkt als wahrhaftige Flucht vor der Wahrheit aufgedeckt, die ja in der Gestalt Jesu Christi leibhaftig vor ihm stand. In der Bibel werden auch nicht logische Wahrheiten im Sinne der Widerspruchlosigkeit eines Begriffes rein erkenntnismaessig abgehandelt, wie es in jeder Wissenschaft geschieht, sondern die Wahrheit wird erfahren, wird offenbart, erlebt, getan. Der alttestamentliche  Begriff „ämät“ bezeichnet eine Wirklichkeit, die als „amen“ betrachtet werden kann und deshalb Wahrheit ist. „Ämunah“ ist verwandt mit ämät“, beide Worte bezeichnen auch den Glauben und die Treue, die wiederum in enger Verwandtschaft stehen zur Gnade, zu Friede und Gerechtigkeit.

Im „Neuen Testament“ bedeutet der Begriff fuer Wahrheit (gr. alaetheia) wie "ämät" das, was einen festen, gueltigen Bestand hat; weiter auch Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, Zuverlaessigkeit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, rechte Lehre, rechter Glauben, vor allem aber goettliche Wirklichkeit. Bestimmend fuer das biblische Verstaendnis von „Wahrheit“ ist die „Wahrheit“ als Wirklichkeit Gottes, Jesus Christus, des Heiligen Geistes und des Evengeliums.

a) Die Wahrheit ist die Wirklichkeit Gottes
Gott ist in seinem Wort und Handeln unbedingt treu und zuverlaessig. Zwischen Gottes Wesen einerseits und Gottes Reden und Handeln andererseits besteht absolute Uebereinstimmung. Gott kann nicht luegen. Seine Verheissungen und Drohungen werden unbedingt von ihm erfuellt . Mit Gottes Wahrheit und Treue kann der Glaeubige Christ unter allen Umstaenden rechnen, denn das ist das Fundament seines Heils. Beachtenswert ist die vielfaeltige Verbindung von Gottes Wahrheit (ämät) und Guete (chäsäd). Wer Gottes Wahrheit vertraut, erfaehrt in ueberwaeltigender Weise die Guete des Herrn (Psalm 25,10). Noch oefter finden wir in diesem Zusammenhang die Zuordnung von Guete und Treue (Psalm 40,11.12; 138,1).

b) Die Wahrheit wurde Fleisch/Mensch
Jesus Christus ist „die Wahrheit“, weil er als wahrer Gott und wahrer Mensch durch sein ganzes Wesen, sein Wort und sein Erloesungswerk am Kreuz die vollkommene Wahrheit enthuellt und verwirklicht (Johannes 1,14.17). Gottes ganzes Heil und ganze Wahrheit kam in Jesus Christus leibhaftig zu uns Menschen (Johannes 8,40; 14,69). In seiner Person sind alle goettlichen Verheissungen des ganzen Heils und der ganzen Wahrheit bestaetigt worden (2. Korinther 1,20). Mit Jesus wird die Wahrheit vor allem deutlich als gotlliche Wirklichkeit, die Gottes Offenbarung im Sohn jetzt dem Leben und Erkennen der Glaubenden erschliesst. Im Gegensatz zum Reich Gottes der Wahrheit und des Lichtes steht das daemonische Reich der Finsternis und der Luege (Lukas 11,17-20; Kolosser 1,13), das in den Kindern des Unglaubens und in den verlogenen Machbereichen dieser Welt sein Unwesen treibt (Epheser 2,2). So erlangt „die Wahrheit“ besonders in den Schriften des Johannes eine Bedeutungsfuelle, die dem nahekommt, was die anderen Evengelien und Paulus das Reich der Herrschaft Gottes nennen. Jesus offenbart sich als koeniglicher Zeuge der goettlichen Wahrheit mitten in der gottlosen Schein- und Luegenwelt des Satan (Johannes 18,37; 8,44). Sein Tod am Kreuz ist der Sieg der Wahrheit ueber die Luege. Der „Auferstandene“ fasst sein Erloesungswerk zusammen als die absolute Erfuellung dessen, was Gott zuvor im „Alten Testament“ geredet hat (Lukas 24,25-27). So ist die in Christus „Mensch gewordene Wahrheit“ die im Alten Testament verheissene Wahrheit Gottes, des Vaters erfuellt und bestaetigt.

c) Der Geist der Wahrheit
Der verklaerte Herr Jesus (auferstanden und in den Himmel aufgenommen) setzt sein Erloesungswerk auf Erden durch den „Geist der Wahrheit“ fort (Johannes 14,47), der in alle Wahrheit leitet (Johannes 16,13). Sein Fuehren in die ganze Wahrheit (das Evangelium von Jesus Christus) verdanken wir auch die Briefe der Apostel, in denen die neutestamentliche Heilsbotschaft fuer alle Zeiten klar entfaltet wurde. Weil nur der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit, einem Menschen Gottes Heil in Christus lebendig vor Augen fuehren kann, erklaert Jesus die „Laesterung des Heiligen Geistes“ durch sein Volk als unvergebbare Suende (Matthaeus 12,31-32; Lukas 12,10; Hebraeer 10,29), weil sie eine absolute Absage an die Wahrheit Gottes darstellt und den Taeter unwiderruflich dem Reich der Finsternis und der Luege ausliefert.

d) Das Evangelium ist das Wort der Wahrheit
Das Evangelium ist Ausdruck und Zusammenfassung dessen, was Christus der Welt geschenkt. Vor allem Paulus und auch Johannes haben das Evengelium oft einfach „die Wahrheit“ genannt (Galater 3,1), oder auch „die Wahrheit Christi“ (2.Korinther 11,10), „das Wort der Wahrheit“ (2.Korinther 6,7; Epheser 1,13), „die Wahrheit des Evangeliums“ (Galater 2,5.14) und „alle Wahrheit“ (Johannes 16,13).
Die Wahrheit in voller Bedeutung des Evangeliums finden wir auch in den Ausdruecken „der Wahrheit gehorchen“ (Galater 5,7), „der Wahrheit glauben“ (2.Thessalonicher 2,12), „in der Wahrheit wandeln (2.Johannes 4; 3 Johannes 3.4), „sich mit der Wahreit guerten“ (Epheser 6,14), „heiligen in deiner Wahrheit“ (Johannes 17,17). Daraus geht hervor, dass „Wahrheit“ nur in praktischer Verwirklichung in Gerechtigkeit und Heiligkeit denkbar ist (Epheser 4,24). Darum ist „Ungerechtigkeit“ das Gegenstueck von „Wahrheit“ (Roemer 1,18). Wer ihr gehorcht dient der Wahrheit nicht mehr (Roemer 2,8). Dem entsprechend redet Jakobus vom „Abirren von der Wahrheit“ (Jakobus 5,19) und Paulus davon, dass Menschen „der Wahrheit widerstehen“ (2. Timotheus 3,8). Die Wahrheit Gottes kann sich nur dort erschliessen, wo Menschen „aus der Wahrheit“ sind (Johannes 18,37), d.h. wo man sich ihr willig oeffnet und ihr zustimmt. „Die Wahrheit erkennen“ ist also nicht nur eine verstandesmaessige Aneignung, sondern eine innere Bereitschaft zur gehorsamen Tat (Johannes 3,21). Wer in Suende lebt kann nicht zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, auch wenn er „andauernd lernt“ (2.Timotheus 3,6-8). Wer die „Wahrhait des Glaubens“ als Geschenk Gottes empfangen hat ist gerettet und kann nicht mehr verloren gehen. Wer in der Wahrheit des Evangeliums bleibt erfaehrt, dass er nichts mehr im Gegensatz zur Wahrheit tun kann (2.Korinther 13,8). Sie bringt Gerechtigkeit und Heiligkeit (Epheser 4,23-24, macht frei (Johannes 8,32) zum Gehorsam zur Wahrheit und befaehigt zur „Bruderliebe“ (Bruder/Schwester im Glauben, 1. Petrus 1,22). Das neue Leben aus Gott ist in jeder Hinsicht ein „Wandel in der Wahrheit“ (2. Petrus 2,2; Galater 2,14), der den Glaeubigen befreit von aller Scheinfroemmigkeit (Heuchelei) (1.Johannes 2,21; 3,18) und zum Dienst befaehigt (Epeser 6,14) in der Christlichen Gemeinde, die eine „Grundfeste der Wahrheit“ (Fundament) ist (1.Timotheus 3,15).

 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü